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Tunesien
11. März 2009 - 25. März 2009
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Aktualisiert am: 26.12.16
Dreizehnter Tag
Sahline - Bou Ficha - Saint Marie du Zit - Mornag - Tebournak - Turki - Hammamet - Enfida -
Sousse - Sahline
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Dienstag, 24. März 2009
(Alle 57 Fotos des Tages im Fotoalbum als "Collage")

Der letzte volle Tag steht an und wir wollten heute nach dieser kleinen Straße von Saint Marie du Zit nach Mornag suchen, die wir gestern in entgegen gesetzter Richtung nicht fanden. Ich muss gestehen, viel Lust hatte ich nicht mehr dazu. Zum einen war ich doch sichtlich erschöpft von den vielen Touren der vergangenen zwei Wochen, andererseits wurde dieses unbestimmte Gefühl von Beklemmung, dass ich hier in Tunesien verspürte von Tag zu Tag stärker und ich freute mich trotz all der tollen Landschaften und Funde in diesem Land geradezu übermäßig auf den Rückflug am nächsten Tag. Na ja, ich fuhr dann dennoch mit, so nach dem Motto: "... wenn ich schon mal hier bin...".

Artenportrait von Bibio hortulanus / Haarmücke (das Foto zeigt ein Weibchen)Doch zunächst ging es wieder in den Garten, dort wurde es von Tag zu Tag spannender in Sachen Insekten. Auch wenn einige mir durchaus auch aus Deutschland bekannt waren, wie z.B. die kleine Waffenfliege Physiphora alcae. Die Bienen, die sich heute im Garten waren mir dagegen völlig fremd. Darunter eine rotorange gefärbte Art und eine Holzbiene mit gelber Thoraxbehaarung. Beide waren aber zu dieser frühen Stunde nicht bereit, für ein Foto still zu halten...

Schließlich machten wir uns dann auf den Weg Richtung Zaghouan. Etwa zehn Kilometer östlich davon sollte die besagte Straße von Saint Marie du Zit durch die Berge nach Mornag von der C 28 abzweigen. Doch endete die Straße zur C 28 auf einer Brücke, die lediglich durch einen großen Erdwall gesperrt war - kein Hinweis zuvor auf die Unpassierbarkeit. Doch mittlerweile nicht mehr unerfahren im Straßensuchen, ließen wir uns davon nicht ermutigen. Vorbei an wunderschönen Olivenhainen gelangten wir tatsächlich auf verschlungen Wegen zur gesuchten Straße, der C 35 nach Mornag. So klein wie in unserer alten Karte verzeichnet war sie gar nicht. Mittlerweile hat sie sich in eine gut ausgebaute Straße verwandelt - das tat der wieder einmal grandiosen Landschaft keinen Abbruch. Das vollbrachte eher unsere Hilfsbereitschaft, denn schon kurz hinter Sant Marie du Zit nahmen wir ein älteres, Auf der C 35 bei Saint Marie du Zitfreundliches Ehepaar auf, dass per Anhalter weiter wollte. Obwohl offenbar in ihren "Sonntagskleidern" unterwegs, verströmten beide einen nicht sehr angenehmen Geruch im Auto, der uns schnell völlig einhüllte und das Genießen der Umgebung recht massiv beeinträchtigte... Die Verständigung war schwierig, da beide kein französisch sprachen - oder zumindest fast nichts verstanden. Zu unserem Leidwesen wollten sie ebenfalls nach Mornag - so blieben sie für die komplette Strecke durch die Berge im Wagen - immerhin rund 50km...

Wir setzten unsere Fahrt dann wieder alleine fort - mit weit geöffneten Fenstern. Stopps machten wir keine nennenswerten und fuhren heute zur Abwechslung nicht in Grombalia auf die Autobahn, sondern fuhren parallel zur A 1 über Turki nach Hammamet und erst dort auf - zurück nach Hause.

Dort angekommen, im Garten, fand ich es heute auch wesentlich spannender - und gleichzeitigRhodanthidium siculum oder R. sticticum / eine in leeren Schneckenhäusern nistende Bauchsammlerbiene entspannender. Die Holzbiene, die sich als Xylocopa aestuans entpuppte, ließ sich bei ihren Blütenbesuchen an den Bohnen mit viel Geduld halbwegs gut fotografieren und die scheue rotorangefarbene bei der Inspektion von geeigneten Schneckenhäusern für den Nestbau. Schon angefangen mit dem Bau eines Nestes hatte dagegen Polistes dominula / Französische Feldwespe bei Nestbaueine Königin von Polistes dominula (Französische Feldwespe, auch in Deutschland häufig). Sie hatte sich dafür die Unterseite eines Palmwedels ausgesucht. Ansonsten fand ich an der Hauswand noch einige Minispinnen und einen Ameisen-Siebenpunkt-Marienkäfer - der kommt zwar auch in Deutschland vor, doch habe ich ihn dort noch nie gesehen. Das waren dann auch so ziemlich die letzten Eindrücke aus Tunesien. Es gab später wieder ein sehr leckeres Abendessen mit der Vermieterfamilie und dann rief auch schon mein Bett - ich war wirklich erledigt. Zwei Wochen Tunesien hatten mich echt geschafft!

   
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Stand: 26.12.16